![]() |
Freizeitheim Schwarzschniederhof
Rittersbächle 1 77728 Oppenau Träger:Schwarzschniederhof Oppenau e. v. Freizeithaus Kath. Hofpfarrei Bruchsal |
||
|
Geschichte
|
|||||||
|
Der Name Schwarzschniederhof
Es ist eine Eigenart im Kirchspiel Oppenau, dass fast jeder Einwohner einen Spitznamen hat. Der Spitzname ist Übername, Hofname, Familienbezeichnung, die zum eigentlichen Namen hinzugefügt wird oder auch an seine Stelle treten kann im alltäglichen Sprachgebrauch. Der Spitzname bedeutet aber keine Abwertung des Namensträgers. |
|||||||
![]() |
|||||||
![]() |
Dazu kommt noch, dass die Gegend nur wenige Vornamen kennt: Man wählte nur Namen, die in der Sippe schon vorkamen. So hießen die Buben eben Ludwig, Josef, Franz, Anton oder Karl; die Mädchen hießen Anna, Maria, Theresia oder Franziska. Als Ergebnis hiervon gab es viele Ludwig Huber oder Anna Maria Braun, so dass man zur Unterscheidbarkeit gezwungen war, die oben erwähnten Beinamen zu vergeben. Diese Beinamen wurden auch auf den Hof oder die Wohnstätte übertragen und vererbten sich von Generation zu Generation. Wenn ein neuer Besitzer den Hof übernahm, ist auch der Hofname auf ihn übergegangen. Das Grundstück Schwarzschniederhof gehörte ursprünglich zum Zieglerhof, einem der drei Farnhöfe. Es wurde 1841 vom Zieglerhof abgetrennt. Der Käufer war ein Josef Doll aus Griesbach. Nach einer alten Überlieferung wurde er schon in seiner Heimat Der Schwarzschnieder genannt, denn er war von Beruf Schneider und hatte einen großen schwarzen Bart. Er wurde auch in seiner neuen Heimat Schwarzschnieder genannt und dieser Name ist dann auf seinen Sohn Matthias und auf alle Nachkommen übergegangen. Die Bezeichnung Schwarzschnieder ist mit dem Haus so eng verbunden, dass sie wohl für die Zukunft erhalten bleiben wird. Unser Freizeithaus jedenfalls wird weiter Schwarzschniederhof heißen. |
||||||